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Ich möchte mit dem Wohnmobil reisen

Ein lächelnder Mann und ein Kind steuern gemeinsam ein Boot in der Kabine. Der Mann, der eine Sonnenbrille und ein weißes Hemd trägt, blickt das Kind an, dessen vom Wind zerzaustes Haar ihn an Carolas Wunsch erinnert, mit einem Wohnmobil zu reisen.

Carola war immer ein fröhliches Mädchen gewesen, das in der Schule und auch im Sport brillierte. Doch mit 14 Jahren änderte sich alles: Bei ihr wurde eine schreckliche genetische Krankheit diagnostiziert, die fortschritt und ihr Tag für Tag körperliche und geistige Energie raubte. Überwältigt von der Sorge um ihre Tochter kontaktierte Carolas Mutter Make-A-Wish und sagte uns: „Mir bleibt nicht mehr viel Zeit, um den Wunsch meines Kindes zu erfüllen. Ich möchte sie wenigstens für einen Tag glücklich sehen.“ Carola wollte zunächst keinen Wunsch und sagte ihrer Mutter, sie wünsche sich nur eine Heilung. Doch als unsere Freiwilligen sie kennenlernten, erfuhren sie, dass Carola und ihre Freunde schon immer eine Wohnmobilreise machen wollten.

Carola wollte die Freiheit, die Empfindungen und die Freuden einer Reise erleben, um den Kopf freizubekommen und diese Erfahrung mit ihren Lieben zu teilen; eine Reise, um zumindest ein wenig von der normalen Jugend zurückzugewinnen, die ihr die Krankheit genommen hatte. Bei ihr zu Hause versammelten sich Carolas Freunde, Familie und beste Freunde mit den Freiwilligen von Make-A-Wish, um die Ankunft ihres gut ausgestatteten Wohnmobils zu sehen. Dann machten sie sich auf den Weg, um Seen und Gärten zu erkunden, eine Bootsfahrt zu machen und köstliche Mahlzeiten zu genießen. Gemeinsam genossen sie Grillabende, ein Lagerfeuer am Strand und redete und lachte Nächte unter dem Sternenhimmel. Carolas Begeisterung ließ sie über die Grenzen des Lebens mit ihrer Krankheit hinausgehen. Endlich fühlte sie sich wieder wie ihre Altersgenossen, und auch ihnen fiel ihr Lächeln auf eine Weise auf, die sie lange nicht mehr gesehen hatte.

Nach der Rückkehr nach Hause berichtete ihre Mutter: „Heute ist sie mit einem anderen Gesicht aufgewacht – sie hatte Glück in den Augen und fühlte sich zum ersten Mal auf dieser Reise auf Augenhöhe mit ihren Freunden. Sie haben es geschafft, die Barrieren niederzureißen. Für sie war es sehr anstrengend, alles ging sehr schnell, aber das war ihre Herausforderung und ihr Sieg, ein paar Tage wie ein normaler Teenager zu leben.“